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Amuns Eintritt in das
Pantheon
Die bereits im Alten Reich herrschenden Götter wurden in den späteren Epochen erweitert, teilweise auch verringert. Während des Mittleren Reiches trat Amun, der seinem Namen nach "der Verborgene" ist, als geheimnisvoller Urgott in der Kosmogonie (Weltschöpfungsvorstellung) von Hermopolis auf.
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| Die Hermopolitaner sahen ihn am Ursprung des
Weltgeschehens, wodurch er zu den Urgöttern gezählt wurde. Demnach
trat er in eine Art Umformungsprozess ein, der ihn an die Spitze des
ägyptischen Pantheons brachte. Amun stellte die elementare, verborgen
bleibende Lebenskraft dar, die als Singularität entstand und in Raum
und Zeit fassbar wurde. An der Spitze des Pantheons verschmolz er mit
dem Sonnengott Re zu einer einzigen Gottheit (Amun-Re), welche gleichsam
alle Charaktereigenschaften eines "Welt- oder Universalgottes"
aufwies (vgl. Görg 1997).
thebanischer Gott Amun Der "neue" Gott Amun, erschien in verschiedenen Formen, exemplarisch als "ithyphallischer" Gott, eine Form des Gottes Min von Koptos. Dargestellt wird Amun meist als Mensch mit der sogenannten Federkrone auf dem Kopf, welche auf seine überirdische Aufgabe und Rolle hinweist. In Verbindung mit den Göttern Re und Ptah gilt diese Triade als sogenannte Reichstriade, welche die bedeutensden Götter (Region- und Schöpfergötter) in sich vereint. Neben diesem Auftreten in der Odgoad (Achtheit) von Hermopolis und in der Reichstriade, nimmt Amun eine ebenso bedeutende Rolle in der Triade von Theben ein. |