| Die Herrschaft der Hyksos |
Wie kam es zur Übernahme der Herrschaft? Das Ende der Hyksosherrschaft und der Beginn des Neuen Reiches |
| Wer
waren die Hyksos?
Während der zweiten Zwischenzeit kam es zu ständigen Regierungswechseln verschiedener Gaufürsten in Ägypten, wodurch es keine machtvolle Regierung an der Spitze gab, sondern lediglich lokale Fürstentümer. Diese Instabilität der Regierung machte sich ein Volk aus dem asiatischen Raum zu Nutze und riss die Macht an sich. Dieses fremdländische Volk nennt man die Hyksos. Die Hyksos wurden von den Ägyptern selber als Hekau Chasut = Herrscher
der Fremdländer bezeichnet, welches die antiken Schriftsteller mit
"Hyksos" wiedergaben (Clauss 2001). Untersuchungen der
Etymologie der Herrschernamen dieses Fremdvolkes kamen zu dem Ergebnis,
dass die Namen überwiegend semitischer Herkunft waren, teilweise aber
auch hurritischer (vgl. Görg 1997). Daher wird vermutet, dass die
Hyksos
Wie kam zu der Übernahme der Herrschaft? In Ägypten siedelten bereits zu Ende der 12. Dynastie Fremde aus dem südlichen Palästina und Syrien in Ägypten an und arbeiteten dort sowohl im Handel, im Militär als auch im Handwerk (Kessler 1997). Die in die Zeit der Hyksos zu datierenden Funde (wie beispielsweise Keramik aus Zypern) (Kessler 1997), und Ausgrabungen in Tell el-Dab'a (Auaris, die Hauptstadt der Hyksos im Nildelta) legen die Vermutung nahe, dass es bereits vor der Machtübernahme der Fremdherrscher eine Ansiedlung bzw. Beherrschung kleiner Teile des Nordostdeltas (14. Dynastie) durch militante asiatische Bevölkerungsgruppen gab (Görg 1997). Dieses Gebiet befand sich an der Handelsstrasse zu Südpalästina und hatte die Stadt Auaris als Zentrum. Nach Görg kann vermutet werden, dass es erst durch eine zweite Welle asiatischer Zuwanderer zur eigentlichen Machtübernahme kam oder aber dass die Machtübernahme durch eine "Unruhewelle" und durch Ausdehnung der im Ostdeltagebiet ansässigen Asiaten erfolgte. Demnach bedingten zwei Faktoren die Machtübernahme und die daraufhin andauernde Fremdherrschaft für mehr als 100 Jahre:
Denn nur beide Gegebenheiten ergeben die Möglichkeit eines radikalen Umbruchs der Regierungsgewalt und der politische Verhältnisse. Hierbei sei jedoch darauf hingewiesen, dass (nach Clauss) die Zuwanderer der zweiten Einwanderungswelle kein großes Volk waren, sondern lediglich eine "dünne Oberschicht" (demnach entspricht das Wort "Gruppe" wohl eher der Realität). Im nachchristlichen Jahrhundert überlieferte Flavius Josephus, ein jüdischer Autor, einen Bericht von Manetho der das Eindringen von Gruppen (unklarer Herkunft) nach Ägypten schildert:
Bei derartigen Quellen muss jedoch bedacht werden, dass sie immer im
Kontext der damaligen Emotionen und Erzählungen geschrieben wurden und
dass der Inhalt demnach stark subjektiv geprägt ist. Dennoch lässt der
Bericht vermuten, dass es sich bei den genannten Eindringlingen um die
Hyksos bzw. um die semitischen Völker handelt, gerade weil als
erster König Salitis
Die wenigen gefundenen Zeugnisse aus der 17. Dynastie weisen darauf hin, dass die Hyksos nicht (wie obiger Text zu vermuten lässt) wie Barbaren in Ägypten herrschten, sondern dass sie versuchten die Einheimischen für sich zu gewinnen, Recht und Verwaltung zu pflegen und versuchten, sich den Gewohnheiten der Ägypter anzupassen (indem sie sich beispielsweise die Hieroglyphen zu eigen machten) (Clauss 2001). Die Einbindung in das ägyptische Leben zeigt sich beispielsweise auch in der Toleranz gegenüber der ägyptischen Religion, indem sie Re verehrten, aber auch selbst semitische Kultformen (wie die Verehrung des Gottes Baal) einführten. Um 1650 begründeten die Hyksos in Auaris (als neue Hauptstadt) die 17. Dynastie. Auaris lag im nördlichen Delta, ganz am Rande Ägyptens was auf eine enge Verbindung zu Palästina hindeutet. Die Herrschaft der Hyksos kann neben Ägypten auch in Teilen Palästinas als gesichert angenommen werden, was vor allem durch Funde von charakteristischen Artefakten (wie Skarabäen) belegt werden kann (Clauss 2001; Görg 1997). Die Fremdherrscher ließen jedoch in einigen Teilen Ägyptens abhängige Vasallen regieren (wie beispielsweise in Theben), welche bei Manetho wahrscheinlich der 16. Dynastie und damit "Kleinkönigen" entsprechen. Die handelspolitischen Verbindungen reichen von Palästina bis nach Nubien, in die Residenz Kerma zwischen dem 3. und 4. Nilkatarakt.
*Diese drei Hyksoskönige regierten nach Beckerath von ca. 1645-1587 + Diese drei Hyksoskönige regierten nach Manetho von ca. 1648-1590. Nach R. Hannig folgt auf Salitis, Scheschi
Für Ägypten, insbesondere im Neuen Reich, hat die Regierung der Hyksos eine besondere Bedeutung. Die Fremdherrscher brachten nicht nur andere Kulte ins Land, wie etwa die Verehrung Baals, sondern auch eine neue Kriegstechnik. Durch die Hyksos wurde das Pferd und in diesem Zusammenhang auch der Streitwagen bekannt, welche sich auch nach der Fremdherrschaft nicht aus Ägypten wegdenken lassen. Durch die Einführung von Pferd und Wagen veränderte sich das soziale und wirtschaftliche Leben Ägyptens (Clauss 2001), da exemplarisch Wagenkämpfer als Berufskrieger eingesetzt wurden, die auch besondere Privilegien erfuhren (wie einen großen Grundbesitz), wonach eine neue Oberschicht entstand.
Das Ende der Hyksosherrschaft und der Beginn des Neuen Reiches In
Theben war unter der Herrschaft Apophis Die
politische Schwächung ging von Oberägypten aus. Sequenenre II. Ta'a Sein Nachfolger
Kamose Seinem
Verwandten Ahmose
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