| Baupolitik Sethos I.
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| Allgemeiner
Überblick:
Seit der Verlagerung der königlichen Residenz von Theben nach Memphis – Theben wurde sozusagen die „heilige Stadt“ an der zu dieser Zeit vorwiegend kultische Handlungen ausgeführt wurden – verschob sich das Verwaltungszentrum immer mehr in Richtung östliches Delta, woraufhin Sethos I. seinen Palast in der Nähe der ehemaligen Hyksoshauptstadt Auaris errichten ließ. Im thebanischen Karnak-Tempel schaffte Sethos I. einige der großartigsten Werke, welche die Zeiten überdauert haben, wie etwa den großen Säulensaal (der von seinem Sohn und Nachfolger Ramses II. weitergebaut wurde), erneuerte und weihte die Pylontore neu und ließ sowohl das Stationsheiligtümer Thutmosis III, als auch das Amenhoteps II. wieder aufbauen. In Theben ließ er in Qurna seinen „Millionenjahr-Tempel“ errichten, sein grandioses Grab errichten, den Tempel der Königin Hatschepsut (aus der 18. Dynastie) in Deir el-Bahari wieder Instand setzen, in Deir el-Medina einen Tempel für die Göttin Hathor – die Göttin der Liebe , des Tanzes und der Musik – erbauen sowie mehrere Kapellen für unterschiedliche Gottheiten im ganzen Land.
Abydos ist einer der ältesten Orte Ägyptens und war schon in Vorgeschichtlicher Zeit ein religiöses Zentrum und Ursprung der ältesten Dynastien Ägyptens. Der Ort wurde mit Djedu (This) bezeichnet, liegt in etwa 150 km von dem heutigen Luxor entfernt und ist uns unter dem Namen "Abydos" geläufig. In der sog. Vorzeit wurde in Abydos der lokale Gott Choutamenti verehrt, was soviel bedeutet wie "der Erste der Westlichen" und "der Gott der Toten". Im Alten Reich wurde Choutamenti schließlich mit Osiris gleichgesetzt. Alle Pharaonen de ersten und zweiten Dynastie ließen sich hier beisetzen, was auf die theologische Bedeutung - der Kopf des Osiris soll hier begraben worden sein - dieses Ortes zurückzuführen ist.
Grundriss des Tempels Sethos I. in Abydos. Der Bereich a) zeigt die von ihm errichteten Bauten.
Dieser Wassergraben soll den Ur-Ozean „Nun“ symbolisieren und der scheinbare Hügel den Urhügel aus welchem – nach mythologischen theologischen Glauben – die Welt entstand. Bei genauer Betrachtung des Osireion fällt auf, dass die mächtigen Dioritsteinblöcke beinahe millimetergenau gearbeitet wurden, so dass kein Platz zwischen den Fugen ist. Sie sind exakt rechtwinklig aus dem Stein gehauen worden und zeugen demnach von der hohen technischen Baukunst der Ägypter.
Überblick über die Bauprojekte:
Neben den genannten existieren noch weitere kleinere Bauten. Die oben aufgeführten bauten gehen auf T. Schneider 2001 zurück.
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