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Der Stein von Rosette
Den berühmten Stein von Rosette (arabisch: el-Raschid) fanden Napoleons Soldaten 1798 in der Nähe von Rosette, westlich des Nildeltas, am Ufer des Mittelmeeres. Mit diesem war es Jean Francois Champollion möglich die Hieroglyphen zu entziffern. Die schwarze Granittafel ist 1,14 Meter hoch, 0,82 Meter breit und wiegt 762 kg. Der an den Seiten etwas verwitterte Basaltstein trägt Inschriften, die in drei verschiedenen Sprachen geschrieben sind und doch den selben Inhalt besitzen, was für die damalige Zeit des historischen Umbruchs charakteristisch ist.Im oberen Teil steht der Text in 14 zeiligen Hieroglyphen, darunter steht der Text in Demotisch (ägyptische Schreibschrift) und das untere Drittel beschreibt den Inhalt auf griechisch. Durch das Griechisch war es möglich den Text zu lesen, wonach er eine Danksagung der memphitischen Priester an den Pharao Ptolemäus V. Epiphanes beschreibt. Auch Champollion gelang die Übersetzung und damit die Entzifferung der Hieroglyphen auf der Grundlage des griechischen Pendants. Die zur jener Zeit herrschenden ägyptischen Könige entstammten den Makedoniern und werden gewöhnlich als Ptolemäerdynastie beschrieben. Am 18. Tag des 2. Wintermonats im Jahr 9 der Regentschaft Ptolemaios V. - am 27. März 196 v.Chr. - erließen die Priester von Memphis ein Dekret, welches die Krönung des damals gerade 14jährigen Königs betraf. Da die Ptolemäer auch auf dem ägyptischen Thron ein Teil der hellenistischen Welt blieben, verfasst sie die texte neben ägyptisch auch in griechisch, da diese Sprache in der hellenistischen Welt "lingua franca" war. Für die eigene Sprache bedienten sich die Ägypter dem Demotisch - ähnliche Funktion wie unsere heutige Schreibschrift. Dieser dreisprachige Basaltstein war ausschlaggebend für die Entzifferung der Hieroglyphen durch Jean Francois Champollion und für die "Vorarbeit" weiterer "Entzifferer" wie Johan David Akerblad oder Thomas Young.
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